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Presse - Pressemitteilungen

Bild Prof. Peter Struck, Hajo Hoffmann

20.04.2006, NMS - Prof. Dr. Peter Struck
"Die 15 Gebote des Lernens – die Schule nach Pisa"

Der erweiterte Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD Schleswig-Holstein (AfB) nahm am 20.04.2006 in Neumünster an der öffentlichen Informationsveranstaltung der SPD Landtagsfraktion mit dem Hamburger Pädagogikprofessor Dr. Peter Struck "Die 15 Gebote des Lernens
– die Schule nach Pisa" in Neumünster teil.

Prof. Struck legte in seinem Referat die Vorteile des längeren gemeinsamen Lernens dar. Die Vorteile zeigen sich nicht nur im sozialen Miteinander, sie zeigen sich auch in den Kompetenzen zum selbstständigen Lernen und im Leistungsniveau der Lernenden. Einig waren sich AfB und der Erziehungswissenschaftler über die Konsequenzen aus den empirischen Untersuchungen. Die moderne und gute Schule muss für alle Begabungspotenziale Anregungen zum partnerschaftlichen und selbstständigen, forschenden Lernen bereithalten. Eine Aufteilung in Haupt- und Realschüler oder Gymnasialschüler nach der Klassenstufe vier ist nach heutiger Kenntnis pädagogischer Unsinn. Schule, Elternhaus und Schulträger sowie Schulgesetzgeber können schnell und umfassend für Verbesserungen sorgen. Eine schnelle Orientierung geben die "PISA-Gewinner" wie Schweden, Finnland oder Kanada. Innerhalb der Schule sorgen für verbesserte Ergebnisse vier Lehrertypen.

Prof. Struck: "Lehrer Nr. 1 ist das andere Kind an der Schule. Kinder lernen viel und gern von anerkannten Mitschülern. Lehrer Nr. 2 ist der Klassenlehrer oder der Fachlehrer. Die Lehrer müssen sich als Lernberater verstehen und sind für die methodische, didaktische und praktische Vorbereitung der Lernumgebung verantwortlich. Lehrer Nr. 3 wird durch das Schulgebäude und den Interieur des Klassen- oder Fachraums repräsentiert. Große Räume mit Lernflächen, Minibibliothek und Platz für Partnerarbeit oder Einzelarbeit und eine moderne Medienausstattung sind hier Kennzeichen. Lehrer Nr. 4 kann man durch Rhythmus und Rituale beschreiben. Kinder brauchen tägliche Rhythmen zur Festigung ihres Wissens und zur Orientierung beim selbstständigem Arbeiten."

"Alles richtig, und es besteht eine Pflicht zur Umsetzung auch in schwierigen Haushaltslagen oder bei politischem Widerstand", so Hajo Hoffmann. "Die Regierung in Schleswig-Holstein kann den Kindern beste Chancen zuerkennen, wenn es endlich eine Schule gibt, die gemeinsames längeres Lernen ermöglicht und wenn eine Ganztagsschulstruktur geschaffen wird."

Die AfB des Landes Schleswig-Holstein plädiert schon seit der ersten "PISA"-Untersuchung für das Modell einer Gemeinschaftsschule. Der Schulgesetzentwurf des Bildungsministeriums zeigt einen Weg dazu auf. Hoffmann: "Eltern und Kommunalpolitiker sollten zusammenarbeiten, damit ab 2007 mit der Umsetzung des schulgesetzlichen Angebots zur Errichtung von Gemeinschaftsschulen begonnen werden kann."

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